Die Musik

In New Orleans, Schmelztiegel unzähliger Nationen, vermischten sich die Kulturen schon immer in ganz besonderer Form. Eine Mixtur, die im Blues beheimatet ist, kreolische Musik aufgesogen und den Swing und Rock’n’Roll mitentwickelt hat. Der Sänger und Pianist Jan Luley gehört zu den wenigen Musikern, die sich diesem Erbe verschrieben haben.

Bei seinen Konzerten lässt Jan Luley das Publikum teilhaben an „seinem“ New Orleans, belebt das berüchtigte Storyville mit seinen „Professoren“ für einen Abend wieder, schwärmt von kreolischer Küche und erzählt von den Mardi Gras Indians, dem allgegenwärtigen Second-Line-Rhythmus und warum der Mittelstreifen der Straßen in New Orleans „neutral ground“ genannt wird. Mit unterhaltsamen, charmanten Moderationen verknüpft er seine Musik mit Stimmungen, Anekdoten und historischen Informationen über die Stücke, über Pianisten und unterschiedliche Musikstile.

Wie ein roter Faden zieht sich das relaxte Südstaaten-Feeling durch seine Musik, dieser besondere New Orleans Sound. Virtuos, raumgreifend und mit tiefer, bluesiger Emotion spielt Jan Luley die Musik aus der Frühzeit des Jazz: Ragtime, klassischer Jazz, Swing, New Orleans Rhythm’n’Blues und kreolische Klaviermusik. Eigene Kompositionen fügen sich dabei nahtlos mit Songs von Jelly Roll Morton, James Booker oder Harry Connick jr. zu einem sinnlich groovenden Ganzen zusammen. Luleys Musik ist zeitlos, pianistisch auf höchstem Niveau, dazu eine tiefe Verbeugung vor der musikalischen Tradition aus New Orleans in erfrischend zeitgemäßer Umsetzung.